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SEEDS OF CHANGE

FILME DER KULTUREN

 

Festival der Kulturen 2005

10. und 11. September

 

Ort: Audimax der Universität Hamburg -  Von Melle Park 4

 

Programm als PDF-Datei (615 KB)

 

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Programm

Samstag, 10.09.2005

 

Titel

Länge

Kurzbeschreibung

14.00 Uhr

1. Noch Fragen?

6,30 min

Nr. 8

 

2. Seeds of Change –

Deutsche Fassung

30 min

Nr. 1

15.00 Uhr

Gelée Royale – Der Staat bin ich

63 min

Nr. 5

16.00 Uhr

Otzenrather Sprung

63 min

Nr. 6

17.30 Uhr

1.By Foot

12 min

Nr. 3

 

2. Seeds of Change –

English Version

30 min

Nr. 1

Sonntag, 11.09.2005

 

Titel

Länge

Kurzbeschreibung

14.00 Uhr

1. Salz

12 min

Nr. 9

 

2. Schanzenbürger

45 min

Nr. 10

15.00 Uhr

Seeds of Change -

Deutsche Fassung

30 min

Nr. 1

15.30 Uhr

Edijilessi ist Mut

60 min

Nr. 4

17.00 Uhr

1. M + G

11 min

Nr. 7

 

2. Die Abschieber

30 min

Nr. 2

 

FILMBESCHREIBUNGEN

1.    

SEEDS OF CHANGE

Cory Taylor

30 min

 

 

Besondere Empfehlung der Veranstalter:

Vorgestellt werden drei herausragende Beispiele, wie einzelne Menschen in Indien, der Slowakei und in Kenia dazu beigetragen haben, Probleme vor Ort in der Heimat durch ihren persönlichen Einsatz zu lösen. 

UN-Generalsekretär Kofi Annan und andere Experten kommen zu Wort. Aus Kenia wird das Beispiel der „Grüne Gürtel Bewegung“ gezeigt, das von der Umwelt- und Menschenrechtsaktivistin Wangari Maathai initiiert wurde. 2004 erhielt sie für ihr Engagement den Friedensnobelpreis.

Die Kernaussage des Films ist, dass die Handlungen auch nur einer einzigen Person, eine gewaltige Änderung hervorzurufen vermag. Er ermutigt dazu, die Herausforderung anzunehmen, eine friedliche Welt aufzubauen und eine nachhaltige Entwicklung einzuleiten.

 

„Manchmal sag ich mir, dass ich ja nur einen Baum  pflanze, aber stellt euch vor, was passiert, wenn Millionen von Menschen da draußen anfangen, etwas zu tun. Stell Dir die Kraft vor, mit der wir etwas erreichen können... „

Friedensnobelpreisträgerin 2004 – Wangari Maathai

 

Der preisgekrönte Kurzfilm wurde von der Organisation Earth Council, zusammen mit dem Entwicklungs- und Umweltprogramm der Vereinten Nationen produziert. Inhaltlich unterstützt er die Werte und Zielsetzungen der Erd-Charta für eine nachhaltige Entwicklung.

 

Die Erzählstimme stammt von der Oskarpreisträgerin Meryl Streep (in der deutschen Version spricht Imke Büchel).

 

Gesponsort wurde die Produktion von der Soka Gakkai International (SGI).

 

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2.    

Die Abschieber - Reportage

von Michael Richter

Deutschland 2005

30 min

Alltag in der Ausländerbehörde

Etwa 20.000 Menschen leben allein in der Hansestadt behördlich "geduldet", aber ohne dauerhaften Aufenthaltsstatus. Viele von ihnen sind Kriegsflüchtlinge, die kein Asyl erhielten, die aber gleichwohl nicht abgeschoben werden durften. Sobald sich die Situation im Herkunftsland nach Einschätzung der deutschen Politik ändert, stehen sie auf den Abschiebungslisten. Die quälend lange Zeit des Wartens und der Ungewissheit zermürbt die Menschen und zerstört die Familien. Die eindrucksvolle Reportage beobachtet Menschen an der Schnittstelle zwischen Behördenalltag und persönlichem Schicksal.

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3.    

By Foot

von Kai Adam

12 min

Samba kommt aus Senegal, Paul aus Deutschland. Beide sind Arbeitskollegen. Beim Basketballspielen lernen sich näher kennen. Im Laufe des Gesprächs erfahren sie voneinander, wie und warum sie nach Spanien gekommen sind.

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4.    

Edijilessi ist Mut

Regie: Ute Wagner

Deutschland 2005

45 min

 

Edjilessi ist ein Ewe–Wort aus einer von vielen in Togo gesprochenen Sprache und bedeutet wörtlich übersetzt „Er ist mutig“.

Vor mittlerweile fast zwei Jahren kam Koffi Yovogan, damals Leiter einer Kultureinrichtung in Schwerin, bei einem Autounfall ums Leben. Der Schock war groß. Es gab viele Bekundungen, ihn nie zu vergessen. Was ist davon geblieben? Und von seinen Ideen über ein Zusammenleben von Menschen aus unterschiedlichen Kulturen, das von gegenseitigem Respekt geprägt ist?

In dem etwa 45-minütigen Film versuchen junge Menschen aus Schwerin, persönliche Erinnerungen an Koffi Yovogan festzuhalten. Es wurden Interviews mit Arbeitskolleg/innen, Freunden und Verwandten von Koffi geführt. Entscheidend ist dabei weniger die vollständige Nachzeichnung seines Lebenslaufes, sondern das Nachdenken über Fragen unserer Zeit, die uns dazu ermutigen, in seinem Sinne weiter zu machen. Was hat Rassismus mit uns zu tun? Wie gehen wir selbst auf Menschen aus anderen Kulturen zu?

Der Film gibt Anlass zur Diskussion wie wir (mit Menschen aus anderen Kulturen) leben wollen, welche Rechte und Pflichten wir haben und anderen einräumen, was Mut bedeutet.

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5.    

Gelée Royale –Der Staat bin ich

Antje Knapp

Deutschland 2004

63 min

Wohnzimmer, Schlösser, künstliche Inseln: auf Staatsbesuch in Kleinst-Staaten, konzipiert und errichtet aus Rebellion oder purem Vergnügen, als ernsthafte Lebensform oder Zwischenlösung. Was ist das, ein Staat, wo fängt er an, wo hört er auf?

Selbsternannte Monarchen und Präsidenten berichten aus dem politischen Alltag ihrer Wohnzimmerautonomien. Es geht um Fragen der inneren Sicherheit, Grenzkontrollen, Feindbilder und es geht um Macht. Und wer weiß, vielleicht ist Utopia schon mitten unter uns.

Mit dabei: die Koptisch-Pharaonische Exilregierung, die Königreiche Dyonien und Pelarien, Ausland-Miland, das Heilige Georgianische Reich, der Freistaat Christiania, die Principality of Sealand, und die Bundesrepublik Deutschland

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6.    

Otzenrather Sprung

Jens Schanze Deutschland 2001

63 min

 

 

In Deutschland werden bis zum Jahr 2045 zwanzig Ortschaften wegen des Braunkohletagebaus umgesiedelt. Der Film begleitet die Einwohner dreier Dörfer im Rheinischen Braunkohlerevier während ihres letzten Jahres in der alten Heimat und dokumentiert, wie eine ganze Region auf die kollektive Umsiedlung vorbereitet wird. Der Braunkohletagebau hat im Rheinland eine lange Tradition. Seit Ende des Zweiten Weltkriegs wurden deshalb bereits mehr als 30.000 Menschen umgesiedelt. Die größte der drei rheinischen Kohlegruben trägt den Namen Garzweiler I. Garzweiler war eine der Ortschaften, die diesem Tagebau in den achtziger Jahren weichen mussten. Im November 1998 hat die Landesregierung Nordrhein-Westfalens die Genehmigung für einen Folgetagebau erteilt, genannt Garzweiler II. Vorausgegangen war ein 14 Jahre währender Streit zwischen Gegnern und Befürwortern. 50 Quadratkilometer Erdoberfläche sollen im Zuge dieses Projekts bis zu einer maximalen Tiefe von 210 Metern abgetragen werden - mit allem, was sich darauf befindet. Der Abbau der Kohle wird im Jahr 2050 abgeschlossen sein. Weitere 50 Jahre werden für die vollständige Rekultivierung der Fläche benötigt. Zum Schluss - etwa im Jahr 2100 - wird ein so genannter Restsee von der Größe des Chiemsees übrig bleiben.

Regisseur Jens Schanze: „Otzenrather Sprung' ist der Versuch, die Wirkung einer politischen Entscheidung im Leben der davon Betroffenen sichtbar zu machen. Eigentlich sollte es ein Film werden, in dem man sieht, wie sich Menschen auf ihren erzwungenen Umzug in die neu zu bauenden Dörfer, ein paar Kilometer entfernt von der alten Heimat, vorbereiten. Doch während der über ein Jahr verteilten Dreharbeiten sind uns vor allem Menschen begegnet, die angesichts ihrer fremdbestimmten Zukunft wie gelähmt sind.“

Der Film gewann den Adolf Grimme Preis in der Kategorie ‚Information und Kultur’

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7.    

M + G

Judith Malek-Mahdavi

Deutschland 2001

11 min

Miriam und Gelu, ein Paar, das sich liebt und streitet und nicht zusammen bleiben kann. Miriam kommt aus der Türkei, Gelu aus Rumänien, beide leben in Deutschland.

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8.    

Noch Fragen?

Manoocher Khoshbakht

Deutschland 2003

6,5 min

 

Woher sprechen Sie so gut Deutsch? Von wo kommen Sie? Was machen Sie hier? Seit ein paar Jahren arbeitet Jasmin Biermann, Ende 30, binational, als Taxifahrerin in Hamburg. Der Überbrückungsjob nach dem Studium ist längst zum Dauerjob geworden. Konfrontiert mit allen Bevölkerungsschichten, hört sie wegen ihres Aussehens immer wieder die gleichen Fragen, die sich immer stärker zur Inquisition entwickeln. Jasmin, die gebürtige, aber nicht deutsch aussehende Deutsche, hat es satt, sich in einwandfreiem Deutsch ständig für ihre Existenz rechtfertigen zu müssen. Am Ende ihres Arbeitstages – und nach den üblichen Fragen – setzt sie sich daher auf ihre Weise zur Wehr.

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9.    

Salz

Juliane Engelmann

Deutschland 2004

12 min

Salz ist das Hauptmotiv in einer Reihe von Ereignissen in einem Wohnhaus

in Berlin. Ein Mieter gerät in Konflikt mit seinen Nachbarn, als er sie um Salz bittet. Ein heilloses Durcheinander beginnt...

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10.            

Schanzenbürger –

Ansichten aus einem multikulturellen Stadtteil

Andreas Stonawski,

Gabriele von Kröcher

Deutschland 2004,

45 min

 

Wie denken und fühlen Menschen, die in einem so genannten „multikulturellen“ Stadtteil leben? In einem Stadtteil, der geprägt ist von entscheidenden sozialen und kulturellen Unterschieden? Sieben Bewohner des Hamburger Schanzenviertels aus Korea, Österreich und der Türkei, aus den USA und Deutschland berichten über ihre Ansichten zu existenziellen Themen wie Freundschaft, Liebe, Glaube und Tod. Die oftmals kontrastierenden Aussagen formen sich für den Zuschauer zu einem vielfarbigen Kaleidoskop aus Lebensauffassungen, Empfindungen, Temperamenten und Denkweisen.

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