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Schlußfolgerung: Der Kampf geht weiter – 

Werden wir siegen? (Shall we overcome?)

Der Kampf geht weiter. Es gibt immer noch unglaublich viel Ungerechtigkeit in unserer Welt, Diskriminierung basierend auf Rasse, Geschlecht, sozialem Status, persönlicher Fähigkeit, Kultur, Nationalität usw. Wir, die Menschen, sind es, die solch irrtümliche Grenzen ziehen, und daher sind es auch wir, die Menschen, die entscheiden, ob wir uns von ihnen befreien wollen oder nicht. Sind wir, die Menschen, die in der Kunst große Kreativität und Talent entwickeln, wirklich unfähig, eine harmonische Gesellschaft aufzubauen?

Wenn ich mir vielerorts die Entstehung gewaltbereiter Gruppen ansehe, das Wiederaufleben der Neonazis in Deutschland, im benachbarten Österreich und anderswo, wenn ich die Einstellung einiger japanischer Schulbuchverlage bedenke, die Kinder glauben machen wollen, dass sich Japan im 20. Jahrhundert nichts hat zu Schulden kommen lassen, wenn ich den Mangel an Ethik öffentlicher Entscheidungsträger sehe, dann überkommen mich starke Zweifel in Bezug auf die Zukunft. Dann kriege ich den Blues, und ich werde still, fühle mich machtlos.

Dann höre ich dem Blues anderer Leute zu, der Musik von Tausenden von Menschen, die in der Lage waren, das Gift ihres Leids, ihre Frustration und Verwirrung in das Elixier der Jazzmusik zu verwandeln, und ich fühle wie Louis Armstrong mir zuruft: „Es wird schon, Junge!“, und das gibt mir unglaublichen Mut, mich mit dem hier und jetzt auseinander zu setzen, den Mut etwas zu sagen und gehört zu werden. Der Jazz gibt den Verstummten eine Stimme. 

Es ist allgemein bekannt, das der große Pianist Erroll Garner keine Noten lesen konnte und ungern öffentliche Reden hielt,  aber das Klavier verlieh ihm eine der größten Stimmen des Jazz. Einmal wurde er gefragt, wie er es denn schaffe, so gut zu spielen, ohne Noten lesen zu können, und seine Antwort lautete:  “Zum Teufel, Mann, keiner kann dich lesen hören.”

 

Jazz und Menschenrechte - Eroll Garner

 

Ich glaube, das Duke Ellingtons Mutter den Schlüssel zu allem in der Hand hielt: “Tu dein Bestes mit dem, was du hast.”

Es gibt keine Garantie dafür, dass die Leute, die Frieden und Gerechtigkeit lieben, es schaffen werden, wie es in unserem nächsten Stück heißt: „We Shall Overcome“, aber wenigstens kann der Jazz uns auf dem Weg dorthin unterstützen, genau so, wie er schon unzähligen Leuten geholfen hat, ihr Leben und ihre Gesellschaft zu verändern. 

Jazz und Menschenrechte

We shall overcome

 

Video:

We shall overcome -Real Media Video

(975 KB)

 

Audio:

We shall overcome -Real Media Audio

(981 KB)

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